1. Ranglistenwochenende 2014 in Mörfelden-Walldorf am 20./21.09.2014……..Tag 1

„An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“! Dieses Zitat aus DEM Lied DER Düsseldorfer Kultcombo, beschreibt am ehesten das, was wir am letzten Wochenende fühlten.

Sechs Soli und zwei Duos sollten LNE auf dem ersten Ranglistenwochenende in diesem Jahr vertreten. Aufbruch am Freitagnachmittag am Hamburger Hauptbahnhof…..Ankunft am Frankfurter Flughafen (ja….dort gibt es auch einen Fernbahnhof) gegen 21:30 Uhr. Danach einen Kleinbus gechartert und die Truppe von Tänzern, Betreuern und Fans in 2 Portionen ins Hotel gebracht. Bis auf eine kleine „Fastfoodcrew“ fiel der Rest müde ins Bett. Trotz der aufkeimenden Aufregung, schlief man überraschend gut. Vieleicht lag es daran, dass man in diesem Jahr wirklich sehr gut vorbereitet das Projekt Solo/Duo anging und bereits im April mit den individuellen Konzeptionen begann…..
Samstag….Solotag….entspanntes Frühstück…..kurze Fahrt zur Halle….kurze Stellprobe….
Man traf auf „alte“ Freunde und lernte Neue kennen. Es ist schon etwas seltsam, wie schnell man sich, nach erst gut zweieinhalb Jahren, schon in diesem Zirkus zurechtfindet….und wie viele Menschen schon von uns Notiz genommen haben. Wir hoffen aber trotzdem, dass wir weiterhin den Nimbus des „sympathischen Exoten“ (Zitat eines Zuschauers) behalten dürfen.
Unsere sechs Solistinnen könnten unterschiedlich nicht sein. Alle mit unterschiedlichen Stärken; aus unterschiedlichen (tänzerischen) Bereichen kommend, mit komplett unterschiedlichen Musiken und nicht zu vergleichenden Bewegungsmustern…. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind alle verdammt gut! (wiederum ein Zitat….ich brauche bald Fußnoten).
Nach einer langen Vorrunde mit insgesamt 47 gemeldeten Tänzerinnen und der komplett versammelten Deutschen Spitze, qualifizierten sich 25 für die Zwischenrunde. Einzig Fiona, die verletzungsbedingt nicht ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte, war nicht mehr dabei. Trotzdem reichte es für den geteilten 26. Rang….Anschlussplatzierung.
Danach eine lange Wartezeit bis zur nächsten Runde….Wiederum ein „„„WURM-UP““““(obwohl Uwe gar kein Wurm ist)…und ´rauf auf die Fläche. Unsere Tänzerinnen waren jetzt, nachdem man schon glücklich über das Erreichen des nächsten Abschnitts war, noch gelöster und sicherer auf der Planche.
Wiederum banges Warten bis bekannt gegeben wurde, wer das Semifinale erreichen würde. Unfassbar: Alle verbliebenen LNE´ler durften nun um den Einzug ins Finale tanzen. Damit kamen, zusammen mit einer ebenfalls qualifizierten Tänzerin der GFG Steilshoop, 6 Teilnehmer dieser Vorschlussrunde aus Hamburg.
Weiter ging es mit…..richtig……Warten……Es war nun schon 19:30 Uhr , als man startete. Zu Beginn gleich 3 Teilnehmerinnen aus Eidelstedt hintereinander….Man fühlte sich fast wie im Training…… Alle verbliebenen Semifinalistinnen boten den noch ausharrenden Zuschauern tolles Tanzen. Eine unglaubliche Leistungsdichte ließ vermuten, dass es sehr spannend werden würde.
Dann…gegen…20:10 Uhr wurden die Finalistinnen bekannt gegeben………..Kaum zu glauben, aber Sarah und Kristina durften, gemeinsam mit etablierten Bundesligatänzerinnen aus Wuppertal, Saarlouis und Rosengarten, um die ersten Plätze tanzen. Dascha wurde Zehnte, während sich Jamie und Lotti den elften Platz teilten.
Und dann ging es los…….das Warten……..bis 22:00 Uhr…….erst dann konnten die verbliebenen 6 Tänzerinnen im letzten Finale des Tages, noch einmal ihr Können zeigen. Leider schlichen sich bei fast allen der Finalistinnen Fehler ein…sicherlich dem langen Tag geschuldet. Trotzdem war es eine atemberaubende Qualität, die jetzt noch auf der Fläche stand. Dann….das letzte Warten…auf die Wertung…. Jubel bei unseren Tänzerinnen und dem Anhang. Sarah wird Vierte und Kristina ertanzte sich Bronze. Auf den ersten beiden Plätzen die amtierende Deutsche Solo-Meisterin Louisa Brebeck aus Wuppertal gefolgt von Anna Ziegler aus dem Meisterteam von Bundestrainer Andreas Lauck aus Saarlouis. Kristina und Sarah platzierten sich noch vor der Deutschen Vizemeisterin Saskia Born aus (ebenfalls) Wuppertal…. Augenzwinkernd wurde gescherzt: “ Wenn nur noch Tänzerinnen aus Wuppertal und Saarlouis vor uns liegen, können wir damit gut die nächsten ein – bis zwei Jahre leben“…….Im Ernst: Das Feld ist so stark, dass sich noch Vieles auf den nächsten Turnieren ändern kann…und wird….

(fast) alle froh….auch Uwe!

Wir waren froh über das Erreichte und fuhren dann zum gemeinsamen Hotelzimmerpizzaessen gegen 23:30 in unsere Herberge.
Noch ein Tip: Pizza aus der Pizzeria schmeckt besser, als aus der Mikrowelle!! Guten Appetit!!
Morgen folgt der Bericht zum ebenfalls großartigen Duotag……….stay tuned…

…nach einem achtstündigen Turnier ist man nicht mehr normal