Hamburg besser als Schalke…und ein Festival der Rituale….

Erstes Regionalligaturnier am 14.03.2015 in Berlin
Wie schon in den vergangenen Jahren begann unsere Saison wieder in Berlin. Dieses Mal in der Regionalliga. REGIONALLIGA!?!?!?!? Vor 3 Jahren tanzten wir noch lustig durch die Landesliga….wie die Zeit vergeht… Und tatsächlich war in diesem Jahr so etwas wie „Anspannung“ zu spüren, schließlich ist es die höchste Liga im Bereich Nord-Ost und die mittanzenden Mannschaften sind allesamt gut!
Insofern war erstmal Ablenkung angesagt; die Aufregung kommt am Turniertag von alleine. Deshalb entschloss man sich, bereits am Freitag in die Hauptstadt zu reisen und dort in einem kleinen, beschaulichen Hotel direkt neben dem „Bahnhof Zoo“ abzusteigen. Mit uns im Hotel: Die Fußball- Bundesligamannschaft von Schalke 04, die sich ebenfalls am Samstag in Berlin dem sportlichen Miteinander widmen sollte. Als wir zunächst etwas Zeit in der Hotellobby verbrachten und keine 5 Meter von uns entfernt die Mannschaft von Weltmeister Benedikt Höwedes platznahm, merkten wir (bis auf Veronika (17)) wie alt wir doch waren. Im Fernsehen sehen die alle so erwachsen und groß aus… Insofern musste man sich eingestehen, dass dann auch (bis auf Veronika eben) alle Mädels als potentielle Spielerfrauen aus dem Rennen waren. Gut…dann eben doch tanzen….
Im SPA wurde dann geplanscht und sich erholt. Eingepackt in die besten Bademäntel der Welt (Aussage Marc) wurde in den nächsten Stunden kaum ein Gedanke an das bevorstehende Turnier verschwendet. Genauso sollte es sein.

     

Planschen                                                                                Relaxing

Am Abend haben wir dann noch am „Ku´damm“ in einem Restaurant mit gefühlten 2000 Schalke-Fans gesessen (wahrscheinlich waren es sogar mehr), die plötzlich auch noch unisono ihre Stadionlieder zum Besten gaben. Hätten wir uns jetzt damit gebrüstet, dass wir noch vor ein paar Stunden den Stars aus Gelsenkirchen Auge in Auge gegenübersaßen, hätte man uns bestimmt ein Bier (oder ein stilles Wasser) ausgegeben.
Wieder im Hotel angekommen setzte man ich noch einmal zusammen und schaute sich die Aufnahmen unserer kleinen Generalprobe vom donnerstäglichen Training an. Gar nicht so schlecht… Anna und Marc sprachen noch ein paar Dinge an; der Tagesablauf für den Samstag wurde nochmal durchgegangen… und dann konnte man „relativ“ gelassen in die riesigen Boxspringbetten fallen.

Turniertag: Spätes Aufstehen, spätes üppiges Frühstück in einem LNE-Séparée mit allem was das Herz begehrt. Von Schalke war leider nichts zu sehen. Wollten wir doch den direkten Vergleich bei der Präsentation der Trainingsanzüge suchen. Schade… Danach Abfahrt.

              

all inclusive                                                                                              Vor unserer Hütte

Die Halle war recht klein..sogar irgendwie niedlich. Der Veranstalter musste aufgrund von fehlenden Vakanzen in der originären Halle ein paar Kilometer weiterziehen. Machte nix…lief trotzdem alles rund.

Rituale ohne Ende…
Die 2 Stunden bis zur Stellprobe vergingen wie im Flug. Gut gelaunt betrat man dann das erste Mal die Turnierfläche. Nach dem Stellen der Basisbilder (ein Ritual) wurde ein Durchgang mit Musik getanzt. Der war ganz OK…wenngleich auch mit einiger Luft nach oben. Marc holte somit, bereits 3 Minuten vor Ende der erlaubten Zeit, die Tänzerinnen von der Fläche. Jetzt den auf Video aufgenommenen Durchgang auswerten. Dafür nimmt sich LNE immer sehr viel Zeit. Anna & Marc gehen mit jeder einzelnen Tänzerin das Video durch (noch ein Ritual). Dauert sehr lange..ist aber sehr effizient und gibt Sicherheit. Dennoch schmerzen die Hinterteile der beiden Trainer, da man sich ja gut 1 ½ Stunden auf den nackten Beton setzt; jedes Mal vergessen wir die Kissen..jedes Mal …seit 3 Jahren!!! (Auch ein Ritual? Wenn ja..ein sehr Sinnfreies).
Die Stunden bis zum Turnier: Schminken, der Jugendliga zugucken, Gespräche mit alten und neuen Bekannten führen, Warm-Up. LNE tanzt als Letztes in der Vorrunde. Ungewohnt…ein schlechtes Omen? Wir mögen es eigentlich immer als Erstes auf die Fläche zu gehen. Auch ein Ritual worauf wir aber natürlich keinen Einfluss haben. Es folgten aber weitere. 5 Minuten vor dem Auftritt werden alle Partneringaktionen im Schnelldurchlauf geprobt. 2 Minuten vor dem Auftritt wird kurz die Halle verlassen um sich mit einem lauten Schrei der Anspannung zu entledigen. 1 Minute vor dem Durchgang wird (wenn ausreichend Platz) rechts neben der Fläche ein Mannschaftskreis gebildet, um die Nähe der Mittänzer zu spüren, die man genauso während der nächsten Minuten wahrnehmen soll. Dann betritt LNE IMMER geschlossen die Fläche… die gleichen Abläufe, die gleichen Rituale…und das seit dem ersten Turnier im Jahr 2012. Blödsinn? Für uns nicht!

Stonehenge ist nichts dagegen…

Diluvian
Der erste Turnierdurchgang in dieser Saison war wirklich gut. Zwar gab es ein paar Unsauberkeiten, aber den perfekten Vortrag gibt es sowieso nicht. Deshalb waren alle sehr zufrieden mit dem Geleisteten. Positive Reaktionen gab es auch von Zuschauern und Tänzern anderer Vereine. Man weiß ja beim ersten Turnier nie wie eine neue Choreographie ankommt. Außerdem ist man im Training ja betriebsblind und sieht während der Proben wahrscheinlich sowieso nur Dinge, die dann nachher auf dem Turnier niemandem Externen auffallen. Wichtig ist für uns, dass wir uns jedes Jahr neu erfinden; was natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Gerade der Unterschied zu der letztjährigen stimmungsvollen „Freude hoch 10“-Choreo, ist schon sehr krass. Diluvian kommt düsterer daher; poetischer und auf eine andere Art mitreißend. Nichts zum Mitklatschen…etwas zum Mitfühlen…naja..zumindest hoffen wir das…

                                                                        ..und Action!

Die Spannung löste sich deutlich als man erfuhr, dass man das große Finale erreichte. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Als 3 maliger Aufsteiger nun direkt wieder im großen Finale. Zufriedenheit!
Zusammen mit Twilight aus Berlin, Vitesse aus Celle, Saraswati aus Fliegenberg und den beiden starken Cottbusser Teams tanzte man nun die Plätze 1-6 aus. Alle Mannschaften können tanzen. Insofern rechnete man wieder damit zu rechnen. ;-). Ein Sieger war für uns nicht auszumachen. Ist aber auch gar nicht unsere Aufgabe.

Vor dem Finale wieder der Ablauf der Rituale…man hat ja sonst nichts vor an diesem Tag. LNE als Vorletztes auf der Planche. Wieder ein guter Durchgang. Es klappten ein paar Dinge nicht, die in der Vorrunde klappten; parallel waren aber andere Passagen deutlich besser. Typisch Turnier! Dann das Warten auf die Wertung; dann der Jubel! Majorität auf 1!!! Was will man mehr?

Die Wertung

Es folgten eine ausgelassene Siegerehrung und viele Glückwünsche. Unsere kleine Fangemeinde kam dann auch noch runter an die Fläche und klatschte jede einzelne Tänzerin ab. Toll, dass Ihr da ward und den weiten Weg auf Euch nahmt. Besonderer Dank an Enrico (Bilder), Silke (Maske) und Lewwe (den Rest)!

 

 

        

LNE-Family                                                                                 Die LNE-Ultras

Aber mit einem Ritual wurde gebrochen! Wir möchten festhalten, dass LNE an diesem Abend NICHT die letzte Mannschaft in der Halle war und vom Veranstalter ´rausgefegt werden musste. Diesen Titel mussten wir (zwar äußerst knapp) an die Kabinenkollegen von Saraswati abtreten! Aber die Saison ist ja noch lang und was das Räumen der Halle angeht sind wir echte Schnarchnasen.
Das letzte Ritual erzählt ein Bild besser als 1000 Worte…